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Ähnlich wie Machiavellis "Der Fürst" und Miyamoto Musashi's "Das Buch der fünf Ringe" zeigen auch SunTsu's wiedergegebene Einsichten zur Macht und "Motivation" in "Die Kunst des Krieges" den Weg zum Sieg bei allen heutigen geschäftlichen Konflikten, bei Schlachten im Aufsichtsrat und im alltäglichen Kampf ums Überleben, in den wir alle verwickelt sind - sogar im Kampf der Geschlechter!
Eindrucksvoll wurden diese Einsichten nach dem II. Weltkrieg ("Abraham! - Ein Versuch!") und in den 70-ziger Jahren im so genannten "Stanford Experiment" erforscht, besser bekannt unter dem Film "Das Experiment" (2000) oder 2008 "reanimiert" als "Die Welle" sowie in neusten Forschungen über die Dummheit der Menschen in "Unskilled and Unaware of it" (Dumm ohne es zu wissen) dokumentiert.
Sämtliche Forschungen hatten eines gemeinsam:
Die Ergebnisse waren dermaßen monströs, dass weitere Forschungen sofort eingestellt worden.
Hierzu eine wahre Geschichte zur "Motivation!" von vor 2000 Jahren; nichts hat sich seit dem geändert! Allerdings sind heute sind die Methoden wesentlich subtiler und grausamer.
aus: SunTsu, Die Kunst des Krieges ~450 v. Chr.
SunTsu's Buch erregte die Aufmerksamkeit Helus, des Königs von SunTsu. Dieser sagte zu ihm: "Ich habe deine 13 Kapitel sorgfältig studiert. Darf ich deine Theorie über die Führung von Soldaten einer kleinen Prüfung unterziehen?"
[hier wurde beschrieben, dass jeder Mensch bei nötiger Motivation ein guter Soldat werden kann.]
SunTsu erwiderte: "Das dürft Ihr."
Der König fragte: "Darf sich die Prüfung auch auf Frauen beziehen?" Wieder stimmte SunTsu zu, und so wurden Vorbereitungen getroffen, 216 Damen aus dem Palast zu holen.
SunTsu teilte sie in drei Kompanien auf und stellte je eine der Lieblingskonkubinen des Königs an die Spitze der Abteilungen. Dann ließ er sie alle einen Speer in die Hand nehmen und sprach zu ihnen die Worte: " Ich nehme an, dass ihr den Unterschied zwischen vorne und hinten und rechts und links kennt."
Die Mädchen erwiderten: "Ja."
SunTsu fuhr fort: "Wenn ich sage >Augen geradeaus<, dann müsst ihr nach vorn blicken. Wenn ich sage >links um<, dann müsst ihr euch nach links drehen. Wenn ich sage >rechts um<, dann müsst ihr euch nach rechts drehen. Wenn ich sage >kehrt<, dann müsst ihr euch rechtsherum umdrehen."
Die Mädchen hatten auch dies verstanden. Als damit die Befehle erklärt waren, ließ er Hellebarden und Streitäxte ausgeben, um den Drill zu beginnen.
Dann gab er zu einem Trommelwirbel den Befehl: >Rechts um<, doch die Mädchen brachen nur in Lachen aus.
SunTsu sagte geduldig: "Wenn die Kommandoworte nicht klar und deutlich sind, wenn die Befehle nicht richtig verstanden werden, dann trifft die Schuld den General."
Er machte mit dem Drill weiter und gab diesmal den Befehl >Links um<, worauf die Mädchen abermals Lachkrämpfe bekamen.
Da sagte er: "Wenn die Kommandos nicht klar und deutlich sind, wenn die Befehle nicht richtig verstanden werden, dann trifft die Schuld den General."
Doch wenn seine Befehle klar sind und die Soldaten dennoch nicht gehorchen, dann ist es die Schuld der Offiziere."
Darauf gab er den Befehl, die Anführerinnen zu enthaupten.
Der König beobachtete das Geschehen vom Dach des Pavillons aus, und als er sah, dass seine Lieblingskonkubinen enthauptet werden sollten, erschrak er sehr und schickte eilig die folgenden Botschaft hinunter: "Wir sind zufrieden mit der Fähigkeit Unseres Generals, die Truppen zu führen. Wenn Wir dieser drei Konkubinen beraubt werden, wird Unser Essen und Trinken den Geschmack verlieren. Wir wünschen nicht, dass sie enthauptet werden."
SunTsu erwiderte noch geduldiger: "Nachdem ich einmal die Ernennung Eurer Majestät zum General der Streitkräfte erhalten habe, gibt es gewisse Befehle Eurer Majestät, die ich, wenn ich als solcher handle, nicht akzeptieren kann."
Und seinen Worten getreu ließ er die drei Anführerinnen sofort enthaupten und setzte die nächsten drei als Anführerinnen an ihre Stelle.
Daraufhin wurde wieder die Trommel zum Drill geschlagen.
Die Mädchen machten alle Schritte, drehten sich nach rechts und nach links, marschierten geradeaus oder machten kehrt, knieten oder standen, und alles mit höchster Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit, und keine wagte, einen Laut von sich zu geben.
Dann schickte SunTsu einen Boten zum König und ließ ihm ausrichten: "Herr, Eure Soldaten sind jetzt richtig ausgebildet, sie halten Disziplin und sind bereit für die Inspektion durch Eure Majestät. Sie köönnen zu jedem Zweck eingesetzt werden, den ihr Herrscher im Sinn haben mag. Fordert sie auf, durch Feuer und Wasser zu gehen, und sie werden sich nicht weigern.
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